Piwik – lernt Eure Website-Besucher kennen

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Seit es datenschutzrechtliche Probleme mit Google Analytics gegeben hat, sind nach deutschem Recht unbedenkliche Tools wie die Open-Source-Anwendung Piwik vermehrt in den Blick der Website-Betreiber geraten. Hier kann man die URLs der Besucher anonymisieren und damit ohne Speicherung persönlicher Daten auswerten. Zudem liegen die Daten auf dem eigenen Webserver und werden nicht an Dritte weitergegeben.

Piwik ist auch leicht zu installieren. Der Tracking-Code ist schnell eingebaut. Und schon habt Ihr Eure Besucher (ganz dezent und rechtskonform, aber informativ) im Blick. Den großen Überblick mit der Auswertung der Daten bietet das Dashboard, aber man kann auch einzelne Besuche(r) betrachten und detailliert nachverfolgen, was auf der Website vor sich geht.

Die Seite Besucher >> Besucher-Log zeigt das Protokoll der neuesten Website-Besuche. Schauen wir hier mal Spalte für Spalte durch, was für Informationen wir erhalten. Das macht natürlich nur Spass, wenn wir täglich eine überschaubare Anzahl Besucher haben. Gerade bei kleineren Unternehmen, die die Resonanz ihrer Website besser abschätzen möchten, ist das Besucher-Log ein wetvolles Tool.

Die Spalte Datum

Sie zeigt recht spartanisch:

  • Das Besuchsdatum mit Uhrzeit
  • Die anonymisierte IP
  • Den Provider, falls er aus der IP erschlossen werden konnte.

Die Spalte Besucher

Diese Spalte ist besonders für den Entwickler interessant, da sie detailliert auf Betriebssystem, Browser und installierte Plugins eingeht. Auch ein iPad kann man hier ausmachen. Und hoffentlich festellen, dass der IE älterer Bauart kaum noch vertreten ist. Wobei: Das geht in der Übersicht natürlich besser.

Diese Daten werden angezeigt:

  • Das Herkunftsland (wird aus dem Standort des Providers erschlossen)
  • Der Browser (die Version wird bei Mouseover angezeigt)
  • Installierte Plugins wie Flash, Silverlight, Java, PDF, Quicktime und Realplayer
  • Das Betriebssystem (Version und Bildschirmauflösung erscheinen bei Mouseover)
  • Angezeigt wird auch, ob ein Besucher ein wiederkehrender Besucher ist.

Die Spalte Herkunftsseite

Wenn wir wissen wollen, wie ein Besucher auf die Website gekommen ist, werden wir hier fündig.

  • Per Direktzugriff (Eingabe der URL in die Adresszeile des Browsers)
  • oder von einer anderen Website (nur die (Sub-)Domain wird angezeigt, der vollständige Link erscheint bei Mouseover),
  • über eine Suchmaschine (mit Suchbegriff, über den die Einstiegsseite gefunden wurde).

Hier wird es wieder interessant: Bei Google wird in normale Suche und Bildersuche unterschieden. Für Google wird auch die Position der gefundenen Seite in den Suchergebnissen, wie sie sich dem Besucher präsentiert hat, angegeben. Das interessiert uns natürlich, weil sich daraus einerseits unsere aktuelle Position auch zu nicht so stark optimierten Suchbegriffen erkennen läßt. Andererseits sehen wir, wie weit Suchmaschinennutzer tatsächlich in den SERPs scrollen oder blättern, wenn sie etwas suchen. In dem Zusammenhang lohnt sich der Blick in die nächste Spalte.

Die Spalte Aktionen

Hier erscheint die Anzahl der durchgeführten Aktionen (Seiten anschauen, Dateien herunterladen) und die damit vom Besucher zugebrachte Zeit. Darunter werden die besuchten Seiten bzw. heruntergeladenen Dateien, aber auch angeklickte Links zu anderen Seiten (ausgehende Links) aufgelistet.

Im Klartext: Wenn ein Besucher mit bestimmten Suchbegriffen über eine Suchmaschine auf unsere Seite gekommen ist, hat er 

  • durch den Klick auf das Suchergebnis bewiesen, dass der Linktext (unser Title) und die Beschreibung der Seite – soweit sie angezeigt wurde – zu seinen Suchbegriffen gepasst hat. Die so erreichte Einstiegsseite ist als passend optimiert.
  • durch das Verlassen der ersten aufgesuchten Seite gezeigt, dass er nicht gefunden hat, was er suchte. Hier könne Schwachstellen liegen.
  • durch einen längeren Aufenthalt gezeigt, dass er sich am richtigen Ort befand und unser Website-Angebot angenommen hat.
  • durch seinen Weg auf der Website gezeigt, welche Themen ihn (wahrscheinlich im Zusammenhang mit seiner Suche) sonst interessieren.

Diese Erkenntnisse können wir sowohl für Präsentation und Erweiterung unseres Angebot als auch für die Optimierung unserer Website nutzen.

Autor: Susanna

Seit 12 Jahren berate ich Unternehmen auf ihrem Weg ins Internet. Ziel ist eine Website, die den Kunden wie ein aktiver Mitarbeiter unterstützt. Mein persönlicher Schwerpunkt liegt auf den Content Management Systemen und ihrer Programmierung. Diese CMS sind meine Baustelle: TYPO3, Drupal, Wordpress und Joomla.

Ein Kommentar

  1. Danke für die Info. Ich wollte Piwik immer schon einmal ausprobieren. Das motiviert mich zusätzlich.

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