Nach viel herumprobieren, testrendern, mit Menüs und Rendereinstellungen plagen, die bei jedem Renderer anders sind, bin ich durch Zufall auf einen Standalone Renderer gestossen, der schon in der Beta-Version erstaunliches leistet.
Octane Render von Refractive Software beeindruckt nicht nur durch photorealistische Renderergebnisse, das liefern andere schliesslich auch, sondern durch die Geschwindigkeit, mit der diese Ergebnisse erreicht werden. Erreicht wird das dadurch, dass Octane direkt auf die Grafikkarte zugreift, die dafür allerdings CUDA enabled sein muss. Glücklicherweise gibt mein Anfang des Jahres neu erstandenes (Gamer-) Notebook das her, so dass ich Octane Render nicht nur erfolgreich testen konnte, sondern danach gleich erworben habe, weil die Testversion einen Bildexport nicht erlaubt.
Die Installation ist einfach, es muss wie gesagt eine CUDA enabled Grafikkarte vorhanden sein, angetrieben mit der neuesten Treibersoftware, dann lässt sich das Programm nicht nur starten, sondern stürzt nach dem einladen der Szene auch nicht ab.
Apropos Szene einladen, wie man seine Objekte in Octane hinein bekommt, das lässt sich keineswegs intuitiv erschliessen: im Fenster “Graph Editor” mit der rechten Maustaste reinklicken, ein Add-Menü erscheint, dann kann man unter objects – mesh seine obj-Datei wählen, die es zu rendern gilt. In der Bedienungsanleitung wird ausführlich beschrieben, wie man in verschiedenen 3D-Programmen die erstellten Szenen ins obj-Format exportiert, inkl. aller notwendigen Einstellungen, um auch Material, Texturen etc. zu erhalten. Schön bzw. praktisch finde ich, dass das auch mit DAZ Studio funktioniert, ich habe es ausprobiert, alles wurde so eingeladen, wie vorgesehen.
Für die weiteren Schritte sollte man sich an das gut aufgebaute Manual halten, dort sind alle Menüpunkte erläutert. Und dann kann man seinem Spieltrieb freien Lauf lassen und drauflos rendern. ![]()
Octane wartet mit einigen netten Features auf, z.B. vorgefertigte (Digital-) Kamerasets, oder eine geographisch orientierte Beleuchtung, die sich nach Tages-/Nachtzeit sowie Tag und Monat einstellen lässt. Da muss man einfach mal an den Reglern drehen, das allein ist schon sehenswert.
Es gibt zwei Rendermöglichkeiten, einmal Direct Lighting und einmal Path Tracing, letzteres braucht mehr Zeit, liefert aber bessere Bilder.
Hier meine Küche, inkl. eines Teils der Einrichtung selbst modelliert, die per Path Tracing gerendert wurde:

