Inzwischen haben sich meine Füsse erholt und die angesammelten Mails sind abgearbeitet. Jetzt ist Zeit, um den Sonntag mal Revue passieren zu lassen. Mal vorweg: Ich fand die Veranstaltung rund und gelungen. Martina und ich sind keine Blog-Neulinge, es gab dennoch viele interessante Informationen und Denkanstöße. Und – beinahe noch wichtiger – wir konnten die Gesichter hinter den Blogs mal live sehen
. Mir ist nicht alles im Gedächtnis geblieben, was ich an diesem Tag gesehen und gehört habe. Zwischendurch haben Martina und ich versucht, auch vom Rest der CeBIT etwas mitzubekommen.
An einige Gesichter kann ich mich aber noch erinnern (Martinas Fotos sei Dank
), beispielsweise an Robert Basic (Basic Thinking Blog), der den Sonntag mit einem Überblick zu Blogs und Social Media eröffnete und den Tag zusammen mit Björn Negelmann moderierte. Und an Oliver Gassner, der die A-Blogger in den USA mit denen hierzulande verglich. Bemerkenswert: Die Themenvielfalt bei den deutschen Top10-Bloggern im Gegensatz zum engen Spektrum in den USA. Interessant fand ich noch die Entwicklung in Frank Hamms Blog Injelea von anfänglich rein privaten Themen hin zu mehr Fachthemen, die durch seine Jobinteressen beeinflusst sind. Firmeninterna sind natürlich tabu.
Und wenn ich noch einige Attribute verteilen sollte, dann ist es schnell für Prof. Speck, Informatiker an der FH Kaiserslautern. Welche Verbindungen sich in sozialen Netzwerken aufspüren lassen, erläuterte er sehr anschaulich, und das in einem rasanten Tempo. Professoren sind offenbar viel beschäftigte Menschen, weshalb sie schnelles Reden beherrschen müssen
. Die in seinem Fachbereich entwickelte Software ermöglicht durch visuelle Darstellung, vielschichtige Verknüpfungen sowohl zwischen Personen als auch bei Informationen sichtbar zu machen (hier ein Beispiel). Aufschlussreich fand ich die Betrachtungen von Abbichu Teferra (infopark) wie sich Unternehmen im falschen Umgang mit Blogbeiträgen nachhaltig schaden können. Das Netz und vor allem die Blogosphäre vergisst nichts. Ich bin seiner Meinung, dass Firmenvertreter den Umgang mit Blogbeiträgen unbedingt beherrschen sollten. Interessant fand ich, wie Oliver Gassner nach Themen für sein Gadget-Blog sucht. Parallelen zum Job des Journalisten sind unverkennbar. Einige Vorgehensweisen habe ich mir mal hinter den Spiegel gesteckt
. Leider habe ich den Vortrag vom anderen Oliver (Überholz) wie man Wissen für ein Fachblog ordentlich strukturiert und organisiert verpasst. Da hätte ich sicher einiges draus mitnehmen können, denn bloggen macht bestimmt mehr Spass, wenn man die Infos auf einen Blick findet.
Fazit: Es gab im Vorfeld heisse Debatten, ob sich hier der Kommerz in die Barcamp-Idee einschleicht. Ich finde, die anwesenden Blogger haben es gut verstanden, keine der üblichen Business-Arena-Veranstaltungen daraus zu machen. Vielleicht lässt sich das Konzept, hier echte Infos und Netzwerkkontakte, da zurückhaltender Kommerz in Form von Sponsoring auch zukünftig bei Messen und Kongressen aufrecht erhalten – auch wenn das dann kein BarCamp wäre. Aber ich finde, ein bischen Trommeln gehört dazu, wenn man sein Know-how an andere weiter gibt. Und strukturierte Veranstaltungen lassen sich für meinen Geschmack wesentlich leichter in die eigene Planung einbeziehen. Ich möchte jedenfalls gern vorher wissen, was mich erwartet und was ich evtl. beizutragen habe, wenn ich zu einer Veranstaltung fahre.
Nachtrag am 2.4.2007:
Vielen Dank an Prof. Speck für den Link zu seinen Vortragsfolien.

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20. März 2007 um 20:40 Uhr
Hi.
Ich muß sagen es ist mal wieder eine gelungene Sache.
Ich war auch am Wochenende vor Ort, und habe auch einige Sachen gesehen, die sehr Interessant sind.
Besonders für Anfänger ist sehr Information dabei.
Grüße David