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Gendergerechtes Web 2.0

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Ein Nebensatz von Oliver Gassner gestern auf dem Weblogcamp, der sein Skype-Konto permanent offen lässt, und die Bemerkung meiner Kollegin dazu, hat mich doch ein bisschen nachdenklich gemacht.
Sie sagte – sinngemäss – man könnte doch Skype nicht offen lassen, sonst würde man nur von Kontaktanfragen überschwemmt werden.
Ich möchte ergänzen bzw. behaupten, dass das wohl hauptsächlich Frauen betrifft und Männer diese Probleme nicht haben. Sobald frau irgendwo sichtbar online ist, kommen sie, die Anfragen.
Beileibe nicht alleine Skype ist davon betroffen. Manchmal könnte frau fast glauben, die ganzen sozialen Netzwerke sind von sabbernden jungen Männern erfunden worden, die darüber lediglich kostenlos und möglichst ohne Aufwand ihre Dates/Abenteuer rekrutieren wollten.

Chat-Programme wie ICQ und Co.: hier wird gescannt, wer gerade online ist und entweder bekommt man tatsächlich SPAM in Form von wohlmeinenden Damen und Herren, die Versicherungen oder Diätmittel vermarkten wollen, oder man wird von jungen Spunden angehauen, deren zweiter Satz nach “Hi, wie geht’s?” gleich in Sexgewäsch einmündet.

Youtube/Flickr und Co.: eigentlich keine Partnervermittlung, dennoch wird frau hier von Singles plötzlich und ungefragt als Kontakt aufgenommen, dieser verschwindet jedoch genauso ungefragt und plötzlich wieder, sofern frau nicht zurückkontaktet.

MySpace, StudiVZ und Co.: na klar, welche Frau so dumm, äh, ehrlich ist, hier korrekte Angaben zur Person zu machen und/oder sogar ein Foto hochzuladen, die hat es nicht besser verdient, als bespamt und bestalkt zu werden …

Die Liste liesse sich bestimmt endlos weiterführen und ich bin überzeugt davon, dass wirklich jede Frau, die im schönen, neuen social web unterwegs ist, schon mindestens einmal auf die ein oder andere Weise angebaggert wurde, ohne es zu wollen.
Die durchaus traurige Konsequenz daraus: Frauen sind mMn im Web 2.0 nicht so zahlreich und öffentlich vertreten, wie sie es könnten und sollten.

Solange (einige) Männer das Web 2.0 als virtuelle Erweiterung ihres Jagdreviers begreifen und zudem in der relativen Anonymität ihre Manieren fahren lassen, um alles anzugraben, was bei drei nicht raus aus dem Internet ist, solange wird es auch bei den bestgemeinten Regelungen und Übereinkünften im social web nicht wirklich sexbefreit und damit sozial zugehen.
Meine Meinung …

Ein Kommentar

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