Da finden sich Medienexperten zusammen, um über das “Phänomen Weblog” zu diskutieren und halten es für eine Erscheinung der letzten Monate… Wenn unsere Mediengötter etwas eher von ihren hohen, journalistisch ethischen Rössern herunter gestiegen wären, hätten sie diese als Phänomen bezeichnete Art der Internet-Kommunikation in Deutschland vielleicht schon eher bemerkt. Eine solche, inzwischen offenbar auch von gestandenen Journalisten wahrgenommene Szene entwickelt sich nicht in ein paar Monaten. Aber die Dynamik, die im Bloggen steckt, ist beim bloßen drüber Diskutieren auch nicht spürbar. Vor allem dann nicht, wenn gleich schon wieder darüber nachgedacht wird, wie man daraus Kapital schlagen kann. Von wegen: Money makes the world go round!
Ich lese gern originelle Beiträge in gut gemachten Publikationen von Journalisten, die etwas zu sagen haben. Dafür zahle ich dann auch mein gutes Geld. Aber ich mag nichts mehr hören von wegschwimmenden (Werbe-)Fellen und dem Ende des seriösen Journalismus. Sorgsame Recherche ist kein Privileg einiger Gralshüter in bekannten Medienhäusern. Und ein bischen (geistige) Bewegung hat noch keinem geschadet
. Achja, eine Pressemeldung des Mitveranstalters BVDW gab’s dazu auch.
13. Januar 2006 um 15:51 Uhr
Hier gibt es eine nette Zusammenfassung der Veranstaltung durch PR-Fundsachen, das Blog der FH Darmstadt zum Thema PR. Und die haben sich auch noch gewundert, warum keine weiblichen Blogger da waren. Vielleicht haben wir einfach weniger Profilierungszwang