Eine interessante Artikelserie zur Entwicklung des Begriffs des barrierefreien Webdesigns zeigt wieder einmal, das gut gemeint das Gegenteil von gut ist:
http://www.isolani.co.uk/blog/access/AccessibilityInTrouble (via EfA)
Wer unter Zugänglichkeit zuviel verstehen will, lenkt vom Ziel und von neuen Möglichkeiten zur Ziellerreichung ab. Flash ist heute nicht mehr grundsätzlich “böse”: Nicht umsonst wurde daran gearbeitet, die Inhalte zugänglich zu machen. Besser ist es, hier Fortschritte zu machen und nicht durch Selbstbeschränkung (etwa auf eine text only-Version) Möglichkeiten zu verpassen.
Barrierefreiheit bedeutet nicht, dass die Seite auf allen Browsern gleich aussieht und suchmaschinenoptimiert ist. Sie soll nicht plattformneutral, sondern für Menschen mit Behinderungen zugänglich sein. Ein universaler Anspruch führt hier also vom Kern der Sache weg.
Die Serie von Mike Davies trifft zwar den Nerv, mich aber nicht unvorbereitet. Tomas Caspers’ Vortrag zur “Barrierefreiheit 2.0″ (Webkongress Erlangen 2006) brachte es ebenfalls auf den Punkt: Barrierefreie Websites heißen nicht Verzicht auf neue Technologien und müssen auch keinen überzogenen Ansprüchen, die ohne Not gestellt werden (“Wozu brauche ich einen modernen Browser jenseits von Netscape 2.0?”), gehorchen.