Morgens früh um 9 stellte Carsten Peters Firefox-Extensions vor, die dem Webentwickler einen ersten Überblick darüber verschaffen können, ob die Seite validiert, wie sie im Internet Explorer aussieht und auch, ob sie bestimmte mechanisch überprüfbare Anforderungen der BITV erfüllt (z.B. alternative Inhalte für Grafiken, korrekte Auszeichnung von Tabellen)
Frei nach dem Buzzword vom Web 2.0 untersuchte Tomas Caspers: Barrierefreiheit 2.0, wie sich die moderne, interaktive Anwendungen barrierefrei verwirklichen lassen. Er kommt zu dem Schluß, dass manche Anwendungen einfach (noch) keine barrierefreien Alternativen zu z.B. Javacript-Code anbieten können. Die Konsequenz kann nicht sein, dass das Web sich auf den kleinsten gemeinsamen Nenner beschränkt und alle modernen Techniken abschaltet. Besser ist ein Fortschritt der Technik in Richtung eingebauter Barrierefreiheit.
Gottfried Zimmermann (www.accesstechnologiesgroup.com) gab einen Überblick über die in Vorbereitung befindlichen WCAG 2.0.
Wolfgang Wiese vom RRZE stellte das Projekt Vorlagenkatalog der Universität Erlangen vor. Hier wurde ein barrierefreies Basisdesign entwickelt, das den Einrichtungen der Universität als Vorlage für individuelle Internetauftritte dient. Mehrere Designs legen ebenfalls vor. Mit dieses kostensparende System wurde auch die Website des RRZE erstellt – eine BIENE-Preisträgerin von 2005.
Petra Schallerund Evelyn Bräunlein vom Nürnberger Verein Kompetenz für barrierefreies Internet führten in die Anforderungen barrierefreier, einfacher Sprache ein. Der stark praxisorientierte Vortrag zeigte, dass gerade hier die Kriterien unscharf sind und Erfahrung mit den Zielgruppen zu den besten Ergebnissen führt.
Ebenfalls praktischer Abschluß der gelungenen Tagung: Tipps von Markus Erle (Wertewerk), wie man durch eine richtig formulierte Ausschreibung bzw. ein ebensolches Angebot Sicherheit für Anbieter und Auftraggeber schaffen kann. Saubere Formulierung und Überprüfbarkeit der Abnahmekriterien (z.B. durch einen BIK-Kurztest) sichern die Qualität und sorgen für Transparenz.
Jetzt können wir nur noch hoffen, dass im nächsten Jahr eine Fortsetzung folgt.
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